Landesjagdverband
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Kreisgruppe Birkenfeld

im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

Anerkannter Naturschutzverband

Regeln zur Jagdausübung in der Corona-Krise

Jagd ist auch in der Zeit Corona-Krise notwendig. Dieser Standpunkt des LJV, wird durch ein mit dem Gesundheitsministerium abgestimmtes Schreiben der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken bestätigt!

Mit dem nun vorliegendem Schreiben, ist die Jagdausübung von Seiten des Ministeriums weiterhin legitimiert.

Trotzdem müssen die Vorgaben der am 25. Mai 2020 veröffentlichten 8. Corona-Verordnung (8. CoBeLVO) auch bei der Jagdausübung befolgt werden. (Update am 25. Mai 2020)

Deshalb hat der LJV seinerseits die Maßgaben der o.g. Verordnung mit Blick auf die Auswirkungen für die jagdliche Praxis überprüft. Für uns Jägerinnen und Jäger sind dabei zwei Grundsätze von besonderer Bedeutung:

  1. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ausnahmen davon gelten nur für Angehörige des eigenen Hausstands, die im gleichen Haushalt leben.
  2. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands oder mit einer oder mehreren Personen eines weiteren Haustands gestattet.

Nach den vorgenannten Regeln dürfen Jägerinnen und Jäger somit allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands die Jagd und damit verbundene Tätigkeiten weiter ausüben.

Was dürfen wir Jägerinnen und Jäger im Einzelnen nach diesen Grundregeln noch im Rahmen des Jagdbetriebes tun?

A ) Revierarbeiten?

  • Alleinarbeit – ja (z. B. Kontrollgänge, Reviergänge, Ausbringen von Salzlecken, Kirren, Freischneiden, Arbeiten an Jagdeinrichtungen unter Beachtung anderer Sicherheitsmaßgaben, insbesondere der SVLFG [keine Alleinarbeit mit der Motorsäge]).
  • Gruppenarbeit – nein; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.
  • Wildäcker anlegen, Wildschadensbehebung im Grünland – ja, sofern allein gearbeitet wird; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

B) Jagdausübung?

  • Einzeljagd – ja.
  • Jagd in Begleitung – nein; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.
  • Gemeinschaftsjagd (i. Sinne von Gesellschaftsjagd nach §3, Abs. 4 LJG) – nein
  • Sammelansitz – ja, sofern Sie sich telefonisch oder per Messenger abstimmen, einzeln anfahren, einzeln ansitzen, einzeln Wild bergen, versorgen und abtransportieren (max. mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands), und auf persönliche Treffen nach der Jagd verzichten.
  • An- und Einschießen von Waffen im Revier – ja, sofern alleine und im Rahmen des gesetzlichen Rahmens. Erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

C) Wildunfälle?

  • Nachsuchen und Bergen von verunfalltem Wild – ja, unter Beachtung der Mindestabstände (1.5 m) zu anderen Personen.
  • Treffen mit Unfallbeteiligten und/oder Polizei an der Unfallstelle – ja, aber nach polizeilicher Anordnung und unter Beachtung des Sicherheitsabstandes.

 D) Hundearbeit/Hundeausbildung?

  • Hundeführerlehrgänge (Hundeschulen) – ja, mit Auflagen.
  • Verbandsprüfungen – bitte die aktuellen Empfehlungen des JGHV beachten: https://www.jghv.de/

E) Wildbretverarbeitung/Wildbretvermarktung?

  • Aufbrechen/Zerwirken – ja, unter Beachtung der Hygienevorschriften.
  • Anliefern an Metzgereien – ja, aber Mindestabstand (1,5 m) beachten.
  • Direktvermarkten von Wildbret – ja, aber Mindestabstand (1,5 m) beachten.

 F) Wild- und Jagdschadenstermine?

  • Gemeinsamer Termin am Schadensort nach § 43 LJG – ja, aber individuelle und einvernehmliche Vorababsprache nötig, damit Höchstteilnehmerzahl nicht überschritten wird.

G) Gesellige Treffen?

  • Schießstandbesuche – ja, mit Auflagen
  • Hundeführerlehrgänge – ja, mit Auflagen
  • Bläsertreffen/Bläserproben – nein (siehe §15 Abs. 3, 8. CoBelVo)!

Die vorgenannten Regelungen geben den aktuellen Stand wieder und beziehen sich auf das Land Rheinland-Pfalz. Bitte beachten Sie mögliche weiterreichende örtliche Restriktionen!

Für den Fall, dass das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie andere Maßgaben aus den Beschlüssen der Bundeskanzlerin für die Jagd herleitet oder zukünftig andere coronabedingte Restriktionen erlässt, werden wir Sie schnellstmöglich informieren.

Bitte halten Sie sich strikt an die Vorgaben von Bund, Land und Ihren örtlichen Gesundheitsbehörden. Im Zweifelsfall wählen Sie bitte immer die sichere Option! Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt der alte jagdliche Grundsatz: Sicherheit geht vor!

Hier können Sie Informationen zu Hygienenkonzepten erhalten.

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Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e. V. | Egon-Anheuser-Haus | 55 457 Gensingen| Tel: 06 727 / 89 44 0 | Fax: 06 727 / 89 44 22 | E-Mail: info@ljv-rlp.de